13.02.2026

Europa Erleben mit Erasmus+: Mehr als nur Studium, Azubis auf Reisen!

In einer zunehmend globalisierten Welt ist die Fähigkeit, über den eigenen Tellerrand
 hinauszublicken, von unschätzbarem Wert. Auslandserfahrungen bereichern junge
 Menschen nicht nur fachlich, sondern fördern auch ihre Persönlichkeitsentwicklung in
 besonderem Maße. Sie lernen, sich in fremden Kulturen zu orientieren, entwickeln
 interkulturelle Kompetenzen und erweitern ihren Horizont durch den Austausch mit
 Menschen unterschiedlichster Herkunft. Diese Erfahrungen tragen entscheidend dazu
 bei, ihre beruflichen und persönlichen Perspektiven zu erweitern.

 Mit Erasmus+ erhalten junge Menschen die Chance, diese wertvollen Auslandserfahrungen
 zu sammeln, auch unabhängig vom Einkommen der Eltern. Bisher wurde das Erasmus+-
 Programm vor allem von Studierenden genutzt, obwohl es längst auch Azubis offensteht.
 Wir wollen den Zugang für Azubis verbessern und zeigen, dass ein Auslandsaufenthalt
 kein Studium voraussetzt. Dadurch ermöglichen wir, dass auch Azubis von den Vorteilen
 einer internationalen Ausbildung profitieren und stärken die Attraktivität der dualen
 Berufsausbildung für junge Menschen.

 Deshalb fordern wir:

  •  Bekanntheit von Erasmus+ steigern: Viele Azubis wie auch Betriebe wissen wenig
     über die Chancen, die Erasmus+ eröffnet. Deshalb wollen wir Azubis und Betriebe
     gezielt informieren. Dazu wollen wir eine Werbekampagne für Erasmus+ an den
     Berufsschulen sowie den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern
     starten. Zum Start der Berufsschule soll für alle Azubis ein Informationstag zu
     Erasmus+ ausgerichtet werden. Dabei soll der Ablauf eines Auslandsaufenthalts
     dargestellt sowie der Wert einer Auslandserfahrung für die Azubis wie auch die
     Betriebe herausgestellt werden.
  •  Berufsschulen fit für Erasmus+ machen: Ob ein Auslandsaufenthalt zustande kommt,
     hängt vielfach vom engagierten Personal an den Berufsschulen ab, das Partner im
     Ausland finden und Azubis bei der Realisierung unterstützen muss. Deshalb wollen
     wir an den Berufsschulen Europabeauftragte schaffen, die hierfür zuständig sind.
     Die Europabeauftragten müssen ihre Tätigkeit angemessen auf ihre Lehrtätigkeit
     anrechnen können, indem sie Ermäßigungsstunden erhalten. Zudem sollen sie eine
     Zulage für ihre Tätigkeit und eine Bürokraft zur Unterstützung bei
     Verwaltungstätigkeiten erhalten. Die Fortbildungen bei der Nationalen Agentur
     für Erasmus+ wollen wir ausweiten. Um die Partnersuche im Ausland zu
     erleichtern, soll eine Online-Plattform geschaffen werden, auf der sich Betriebe
     und Berufsschulen europaweit vernetzen können. Schließlich wollen wir prüfen,
     wie Lehrkräfte durch den Abbau von Bürokratie entlastet werden können. Denn ca.
     50 % des Zeitaufwandes für die Realisierung eines Auslandsaufenthaltes fließt
     aktuell in Bürokratie.
  •  Recht auf Freistellung für Azubis: Ein Auslandsaufenthalt ist eine Win-win-
     Situation für Azubis und ihren Betrieb. Dennoch scheitern Auslandsaufenthalte
     gerade in kleineren Betrieben daran, dass Betriebe ihre Azubis nicht
     freistellen. Wir wollen Azubis daher ein Recht auf Freistellung für einen
     Auslandsaufenthalt von mindestens 42 Wochen gewähren.

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