Die Jungen Liberalen begrüßen, dass der von Galeria Karstadt Kaufhof gestellte Antrag auf weitere Staatshilfen in Höhe von 200 Millionen Euro nicht weiterverfolgt wird und das Unternehmen nun stattdessen ein Schutzschirmverfahren beantragt hat. Hierzu erklärt Franziska Brandmann, Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen: 

“In den vergangenen Jahren hat Galeria Karstadt Kaufhof Staatshilfen in Höhe von 680 Millionen Euro erhalten. Trotzdem befindet sich das Unternehmen nach wie vor in einer massiven Schieflage. Es wäre gegenüber den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern dieses Landes vollkommen unverantwortlich gewesen, dem Unternehmen in einer solchen Situation weitere Steuergelder zur Verfügung zu stellen. Offensichtlich ist eine Sanierung des Konzerns unumgänglich – für diese ist aber der Konzern mitsamt seines Inhabers, Milliardär René Benko, zuständig, nicht der Staat.

Wir denken in diesen Tagen und Wochen an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Unternehmens. Es muss schrecklich sein, wenn der Arbeitgeber ein Insolvenzverfahren beantragt und absehbar ist, dass damit auch Umstrukturierungen, möglicherweise Fillialschließungen und Entlassungen, einhergehen werden. Mittelfristig kann dies allerdings nicht durch den Staat abgewendet werden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen würden nicht mehr Sicherheit erhalten, indem das Unternehmen nun wiederholt im Abstand weniger Monate Staatshilfen beantragt. In ihrem Sinne hoffen wir, dass Galeria Karstadt Kaufhof sich aus eigener Kraft retten und so viele Arbeitsplätze schützen kann.”

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