Die Jungen Liberalen erkennen die unverzichtbare Rolle der Soldaten für die
Sicherheit und Verteidigung unseres Landes an. Im Dienst für unser Land sind sie
erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt, die oft zu schwerwiegenden
psychischen Erkrankungen bis hin zum Suizid führen können. Der Staat und seine
Institutionen tragen daher eine besondere Verantwortung, diesen Menschen umfassende
Unterstützung und Hilfe zu bieten.
Deshalb fordern wir:
- Schnellere und effektivere psychologische Betreuung: Soldaten, insbesondere nach
Auslandseinsätzen der Bundeswehr, müssen sofort Zugang zu einer
qualitativ hochwertigen psychologischen Betreuung erhalten. - Erweiterte Therapieoptionen mit tiergestützter Therapie: Der Einsatz von
Therapien mit Hunden und Pferden soll intensiviert und für alle Soldaten
zugänglich gemacht werden. - Vollständige Finanzierung von Assistenzhunden: Der Staat soll die Anschaffung
und Ausbildung von Assistenzhunden vollumfänglich übernehmen. Außerdem
sind Organisationen, die Assistenzhunde großziehen und ausbilden, finanziell zu
fördern. - Gesellschaftliche Aufklärung über PTBS und Assistenzhunde: Es muss verstärkt
über die Krankheit PTBS sowie die wertvolle Therapie-Rolle von Assistenzhunden
aufgeklärt werden – sowohl in der breiten Gesellschaft als auch gezielt bei den
Soldaten und deren Familienangehörigen. Zudem soll die Mitnahme von Assistenz-
und Therapiehunden in öffentlichen Gebäuden, zur Wahrung der Barrierefreiheit,
gestattet werden. Sofern dies noch nicht der Fall ist. Die Sensibilisierung für
diese Themen ist entscheidend, um Akzeptanz und Verständnis zu fördern. - Ausweitung auf alle Einsatzkräfte: Die oben genannten Maßnahmen müssen auf
ihre Anwendbarkeit für sämtliche Einsatzkräfte – also auch Polizisten und
Feuerwehrleute – überprüft und, wo noch nicht vorhanden, umfassend eingeführt
werden. Hiermit wird eine gleichwertige Unterstützung für alle Einsatzkräfte
gewährleistet, die in ihrem Dienst psychischen Belastungen ausgesetzt sind.